Rosendorfschule Steinfurth / Bad Nauheim

Kinder der Rosendorfschule pflanzten Rosenwildlinge

Auf dem Gelände der Steinfurther Bioland Rosenschule Werner Ruf haben jetzt Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 A und B der örtlichen Rosendorfschule gelernt, wie Rosenwildlinge in früherer Zeit angepflanzt wurden. Damit wurde ein Projekt des Rosenmuseums Steinfurth mit der Schule fortgesetzt, das den Kindern den Rosenanbau näher bringen soll. Der hat das Dorf seit 1868 weit über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht. Rosendorf, Rosendörfler, das sind in der ganzen Wetterau bekannte Bezeichnungen für Steinfurth und seine Bewohner. Die Steinfurther Schule darf sich seit 2005 Rosendorfschule nennen. Deren Schülerinnen und Schüler, die sogenannten „Wildlinge“, werden als weiteren Teil des Projekts auch das Museum besuchen, um alles über die Kunst- und Kulturgeschichte der Rose und deren Anbau in Steinfurth und der Wetterau zu erfahren. Begleitet von ihren Lehrerinnen Christiane Segieth-Zimmermann und Annette Löffel sowie Inge Lapp vom Rosenmuseum hatten die Kinder sich auf den Weg zur Rosenschule von Werner Ruf gemacht, der ihnen dort zeigte und ausführlich erklärte, wie früher von Hand mit dem sogenannten Pflanzholz Rosenwildlinge auf einem Acker gepflanzt wurden. Die Wurzeln der Wildlinge wurden vor dem Einpflanzen von den Schülerinnen und Schülern in eine Mischung aus Erde und Wasser getaucht. Dieses „Schlämmen“ erleichtert das Anwachsen in der Erde. Dann pflanzte jedes Kind eigenhändig mehrere Rosenwildlinge entlang einer gespannten Schnur, wobei alle großen Spass dabei hatten. Heutzutage werden beim Pflanzen spezielle Maschinen genutzt, aber dabei auftretende Lücken noch immer händisch zugepflanzt. Die Schülerinnen und Schüler werden in den kommenden Monaten das Wachsen und Gedeihen der Rosenwildlinge beobachten und auch die weiteren Arbeitsschritte wie Veredeln, Abschneiden der Wildlingsäste und Ausmachen der Edelrosen begleiten.

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